Liebe Familie, liebe Freunde, hier möchte ich euch immer auf dem Laufenden über meine Reise halten! Am 04 Januar gehts los nach Buenos Aires. Ab dem 15 Januar bin ich in Ushuaia auf Feuerland. Von dort aus geht es über die Westküste von Südamerika und die Karibikküste von Zentralamerika bis nach Mexiko City. Soweit der Plan. Was genau passiert könnt ihr hier verfolgen. Viel Spass beim Lesen!
Dienstag, 31. Januar 2012
Bienvenido Patagonia y Chile
Montag, 23. Januar 2012
Hasta luego tierra del Fuego
Ich hatte eine wunderbare Woche hier unten in Ushuaia. Die Familie Lobo ist unheimlich gastfreundlich. Bedanken konnte ich mich nur mit kochen, Geld haben sie natürlich abgelehnt. So gab es einmal Gemüsesuppe und zum gegrillten Hähnchen und der Blutwurst habe ich einen Kartoffelsalat gemacht. Das asado (Grillen) fand gestern Abend so um halb 12 statt. Ich habe mich hier so wohl gefühlt, das ich noch gut eine zweite Woche hätte dort bleiben können. aber wenn ich überall so lange bleibe komme ich ja nie am...
Gerade sitze ich nach einer lausigen Stunde Schlaf im Bus Richtung Norden. Beim Betrachten der teilweise schon unwirklichen Landschaft mit vielen riesigen Moosen und Flechten welche an alten Bäumen wachsen und dem endlosen Platz, freue ich mich schon darauf hier vielleicht irgendwann wieder herzukommen. Der Großteil der Landschaft ist völlig unberührt. Doch auch in den Moorgebieten der glazialen Täler gibt es hin wieder trockengelegte Flächen.
Sehr eindrucksvoll war der Segelturn zu einer geschützten Insel im Beagle-Kanal. Bei diesem Familienunternehmen konnte ich mit nur zehn Mann an Bord die großen Touristenkutter umgehen. Hier gab es Seelöwen und jede Menge Vögel zu bestaunen. Wenn ich nicht gerade auf dem Segelschiff auf Trekking Tour war, habe ich was mit den Töchtern Violeta, Natalia oder Flor unternommen. Ich habe etwas "Tela" gelernt (das ist ein langes Tuch, welches man an iregendeinem schönen Ort an einem starken Ast befestigt, daran hochklettert und Figuren macht) und habe im Gegenzug Violet und ihren Freunden die Basics vom Kickboxen beigebracht. Natürlich irgendwo auf einer schönen Wiese im Nationalpark. Es gibt hier 1000 schöne Orte, an denen man immer aufs Neue von der Schönheit der Natur überrascht wird. Nur die 4x4 Safari musste leider abgebrochen werden, weil irgend welche Idioten beim Grillen einen Waldbrand verursacht haben, welcher aufgrund des staken Windes in Feuerland nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Soeben habe ich die 1,5 sündige Grenzkontrolle nach Chile erfolgreich absolviert und werde heute Abend in Punta Arenas ankommen. Neben der Grenzkontrolle trennen Argentinien und Chile 2 Stunden Busfahrt über eine Schotterpiste. Und über die Magellanstrasse ging es mit der Fähre. Mal sehen, ob die Chilenen auch so nett sind wie die Argentinier...
Dienstag, 17. Januar 2012
El fin del mundo
Heute habe ich mir die Stadt etwas genauer angesehen. Natürlich wissen die Bewohner der südlichsten Stadt der Welt ihr Image zu vermarkten. Man kann hier alles kaufen - mit den entsprechenden Kleingeld. Abends um 6 habe ich mich auf eine Wanderung zum Gletscher begeben. Da der Sonnenuntergang erst um 22 uhr ist, geht das problemlos. Und das Abendessen gibt es ja auch nicht früher. Nach einigen hundert Höhenmetern war ich so weit, das es ohne entsprechende Ausrüstung und Partner zu riskant erschien weiter zu gehen. Den auch wenn es nur ein kleiner Gletscher ist, birgt auch dieser einige Gefahren. Für den Abstieg habe ich eine sehr nette Argentinien kennengelernt. Also war ich nicht der Einzige mit der tollen Idee alleine auf einen Gletscher zu laufen...
Samstag, 14. Januar 2012
Spanischkurs
Während der letzten Woche in Buenos Aires habe ich doch einiges an spanisch gelernt. Auch wenn die Argentinier doch ein anderes spanisch als die Spanier reden, kann man sich durchaus daran gewöhnen, aber es braucht ein paar Tage. Die Einwohner, die Porteños würdigen es auch sofort, wenn sich jemand mühe gibt mit ihnen zu reden. Und immerhin beherrschte ich jetzt auch schon einige Vergangenheitsformen. Neulich habe ich mich schon mit 'nem Mann am Eingang vom Museum unterhalten, woraufhin er mich auf einen Matetee eingeladen hat.
Sogar bei einem Tangokurs für Anfänger habe ich mich versucht. Naja, das ist wohl nicht meine Berufung. ;-) Das sollte ich den Porteños überlassen. Dafür hat das Orchester im Anschluss den Tango voller Leidenschaft gespielt. Das ging richtig ab. Die haben Kontrabass, Klavier, Geige, Akkordeon und Cello wirklich alles abverlangt!
In meinem Apartment fühle ich mich sehr wohl. Der Aufzug steht sogar unter Denkmalschutz. Allerdings sollte man nachts nicht weiter südlich laufen. Zwei Blocks weiter stehen die ernsten ausgebrannten Autos... Sogar den Gasbackofen habe ich zum laufen gebracht, und gestern Abend habe ich mit Freunden aus der Sprachschule richtig argentinische Empanadas gemacht. Me gusta mucho! Danach haben wir im angesagten Club von Buenos Aires, der Cobar, gefeiert. Allerdings fand ich die anderen Clubs von letzter Woche viel authentischer. In den angesagten Clubs ist scheinbar genau die gleiche Musik wie in Deutschland oder der Schweiz angesagt. Ein sehr unaufregender Aspekt der Globalisierung. Und dennoch interessant.
und jetzt wird was gegessen. Und zwar mit den zwei Australierinnen, die heute morgen bei mir eingezogen sind. Jetzt muss ich mir sogar was anziehen, wenn ich zur Dusche laufe;-)
Sonntag, 8. Januar 2012
Bienvenido Buenos Aires
Ich habe mich hier bestens eingelebt! Buenos Aires ist ne krasse Stadt, die niemals zu schlafen scheint. Als wir vorgestern um 22 uhr in ein Mexikanisches Restaurant gegangen sind war es noch fast leer. Als wir schon dachten das es vielleicht keine gute Adresse ist, kamen immer mehr Gäste und um 23 uhr war der Lassen dann voll. Dann isst man hier zu Abend.
Die letzten 4 Tage im Hostel waren super. Lauter nette Menschen und eine legendäre Dachterrasse mit Grill, Billardtisch und Partys. Nur der Pool hat gefehlt.
Bisher habe ich allerdings mehr französisch als spanisch gelernt, weil es in der Herberge so viele Franzosen gab. Aber ab morgen gehts los mit 'nem Spanischkurs. Hier können noch einig Leute englisch sprechen, aber das wird sich auf meiner Reise wohl noch ändern.
Eine Bar wie das Casba gibt es hier genauso wie riesige Clubs, welche man ohne Einheimische gar nicht findet, die dann aber im Keller doppelt so groß sind wie das Dancepalace. Das einzige Problem ist, dass das Leben hier genauso teuer ist wie zuhause. wenn man ein Hauptgericht isst und ein Bier dazu trinkt ist man gleich mal locker 15 € los. Dazu sind Bus, Taxi und netto günstig aber mit Vorsicht zu genießen. Der Fahrkartenverkäufer wollte mich gleich mal verarschen.
Heute bin ich in ein Apartment im Altstadtviertel San Telmo eingezogen. Jetzt bin ich Herr über eine wunderschöne Altbauwohnung mit allem drum und dran. Direkt ums Eck gibt es einem großen Park und die calle Defensa. Dort war heute ein riesiger Markt. Man könnte hier mehr Geschenke kaufen als man tragen kann. Aber ich kann ja nicht sämtliche Sachen bis nach Mexiko schleppen. Einen Mate und Yerba habe ich mir aber doch gekauft, schließlich ist das eine Art argentinisches Nationgetränk. Auf dem Markt tummeln sich neben Einheimischen und Touristen auch jede menge verrückte Musik- und Trommelgruppen. Und die Leute fangen einfach an wir verrückte zur Musik zu tanzen...
Donnerstag, 5. Januar 2012
Abreise
Gestern war es so weit. Auch wenn ich es mir immer noch nicht vorstellen kann, jetzt werde ich für ein halbes jahr mich mehr nach hause kommen. Den Abschied hat mir mein Verabschiedungs-Komitee bestehend aus Mama, Papa, Oma und Jonas sehr erleichtert, danke, das ihr mich zum Bahnhof gebracht habt! Dann haben sich die Türen geschlossen und Konzil, Theater, Seestrasse sind an mir vorbeigehen. Obwohl ich mit der deutschen bahn gefahren bin, war ich rechtzeitig am Flughafen. Dort wurde es ernst. Noch ein letztes big Mac Menü und rein in die Boeing 747-400. Zuerst gings zurück über Süddeutschland, dann die Schweiz, Frankreich, Mallorca, Algerien, Mali, Guinea, Liberia, Atlantik und über den Äquator. Schon vom Flugzeug erkennbar: Sandstrand soweit dass Auge reicht an der Küste Südamerikas.
Dann ab durch den Zoll, Gepäck holen, Geld wechseln und Ben Transfer zum Hostel organisieren.
Die Vorstadt von Buenos Aires sieht wie eine südeuropäische Vorstadt aus. Beton Blocks. Je weiter man in die stadt kommt, desto häufiger werden wunderschöne Häuser aus der Kolonialzeit.
Und jetzt weiß zeit für ne dusche! Hier ist es Sau heiß!
Auf den Bildern seht ihr übrigens den untersee, das Flugzeug, den Blick aus selbigem und den blick aus den Hostel Fenster.