Samstag, 31. März 2012

Bolivien - eine andere Welt

 In Bolivien ist alles etwas anders. Die Menschen, dass Essen, die Straßen.
Als ich am Donnerstag mit Nils und Joel in Potosi angekommen bin habe ich gesehen, dass mein Reiseführer recht hat. Potosi shocks. Über 200 tausend Menschen leben hier auf über 4000m über dem Meeresspiegel. Vor über 350 Jahren haben hier die Spanier angefahren Silber mit Minen aus dem Berg zu holen. Damals war Potosi ein Grundpfeiler der Spanischen Wirtschaft und die reichste Stadt Südamerikas. Es gibt sogar das Gerücht, dass bis zum heutigen Tag so viel Silber in den Minen Potosis abgebaut wurde, dass man daraus eine Brücke bis nach Spanien bauen könnte. Heute geben die Minen leider nicht mehr all zuviel her. Übrig bleibt nur ein Zentrum mit vielen alten, prunkvollen Gebäuden und prächtigen Kirchen. Um das Zentrum herum sieht man eine arme Stadt, welche von den immer magereren Silberminen lebt.
Die Besichtigung der Minen war eines der extremsten Erlebnisse meiner Reise bisher. Es ist kein Museum, sondern der Arbeitsplatz der Minenarbeiter, welche hier ihr täglich Brot allzu hart verdienen und im Schnitt mit 45 an Lungenversagen sterben. Wir sind mehrere hundert Meter tief durch uralte Tunnel in den Berg gekrochen, teilweise auf allen Vieren. Mit uns hatten wir Alkohol, Kokablätter und Dynamit. Geschenke für die "Mineros" um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Besonders der 98 Prozentige Alkohol, des sie zur Hälfte mit Wasser mischen hat sie erfreut. Sie nennen dieses grausame Gemisch scherzhaft "Whisky Boliviano"und trinken davon bereits unter Tage recht viel. Hinzu kommen Staub, Schwefel und teilweise Arsen in der Luft. Kein Ort an dem man sich freiwillig längere Zeit aufhalten möchte. Nach 2 Stunden waren wir erleichtert, verdreckt und verschwitzt wieder an Tageslicht. Eine sehr interessante aber nicht unbedingt schöne Erfahrung. Dennoch sind die Männer stolz auf ihre Arbeit.




Donnerstag, 29. März 2012

San Pedro de Atacama bis Bolivien

Im Norden trennen Argentinien und Chile gigantische Berge und Vulkane. Für die 300 km von Jujuy hat der Bus knapp 10 Stunden gebraucht. Das Warten, bis die Zöllner ihre Mittagspause beendet hatten mit eingerechnet. San Pedro de Atacama liegt inmitten der trockensten Wüste der Welt, der Atacamawüste. Eine kleine, touristische Oase, nahe diverser Observatorien. 

Ein Tag Sandboarding im Death Valley, fantastisch! Es fühlt sich an, als würde man durch recht warmen Tiefschnee boarden - aber der Sand ist immer gleich gut, egal wie oft man an der gleichen Stelle runter fährt.
Man sehen... 

Der anschließende Sonnenuntergang und Pisco sour im Valle de Luna, dem anscheinend wirklich trockensten Ort der Welt war auch einfach nur super. Weil es an besagtem Ort vor knapp einem Monat geregnet hat, ist Salz durch Osmose an die Oberfläche aufgestiegen, so dass es aussieht, als sei das Tal von einer angefrorenen Schneeschicht bedeckt.

An folgenden Tag war mir ganz klar was ich mache. Laguna Ceja. Eine an sich unspektakulär gelegene Laune, welche aber einen höheren Salzgehalt als das Tote Meer hat. Das Gefühl im Wasser zu schweben ist einfach unglaublich. Absolut gechillt! Danach ist der ganze Körper von einer kratzenden Salzschicht überzogen, aber das nimmt man gerne in kauf.

Ein weiterer Höhepunkt meiner Reise war die 3 tägige Jeeptour durch die über 4000m hoch gelegene Wüste nach Uyuni, Bolivien. Am ersten Tag haben wir Laguna blanca, Laguna Verde und Laguna Colorado besichtigt. Und die Namen halten, was sie versprechen. Inklusive Flamingos, ausser Laguna Verde, welche vom Arsenoxid grün gefärbt wird. Auch die Rauchschlote auf knapp 5000m waren durchaus sehenswert und mit 99°C heißen Gasen angenehm wärmend. Auch, wenn sie schwer nach faulen Eiern gerochen haben.
Nach der kalten Übernachtung auf 4300m hatte der zweite Tag hatte nochmals einige Lagunen und das Valle de la Roca mit dem "Condor" zu bieten.
Am dritten Tag besichtigen wir den Zugfriedhof von Uyuni. Hier ruhen seit 90 Jahren die ersten Dampflokomotiven Boliviens, mit denen einst die Mineralien nach Chile transportiert wurden. Das Spiel ist noch heute das gleiche. Ausländische Firmen exportieren die Bodenschätze aus Bolivien und somit bleibt auch der Großteil des Geldes im Ausland. Somit ist das an Bodenschätzen reichste Land Südamerikas zugleich eines der ärmsten Länder.



Unweit von Uyuni befindet sich der Salzsee von Uyuni, Salar de Uyuni. Bedeckt von einer 30 cm dicken Salzschicht fühlt man sich wir auf einem endlos großen zugefrorenen See. Dieser Ort erlaubt es mit der Perspektive zu spielen. Mit genügend Fantasie kommen hier die verzuckerten Fotos zustande.

Abgesehen vom extreme fun Pub hat das 12000 Einwohner große Uyuni nicht viel zu bieten. Dafür gibt's ein Lamasteak mit Beilagen und einem Bier für rund 4€. Hunter, ein Kanadier mit dem ich auf der Jeeptour war hat dann noch versucht bei der extreme fun challenge im extreme fun Pub den Rekord zu brechen. 1,2 Liter verschiedener hochprozentiger Getränke aus 10 teils sehr außergewöhnlichen Gläsern in weniger als 36 Sekunden. Mit 52 Sekunden hat der sich tapfer geschlagen hatte zumindest kurz danach ziemlich viel Spaß und wurde mit einem anständigen Kater am nächsten morgen belohnt.

Donnerstag, 22. März 2012

Hornaditas con Clarita y Hector Lamas



Es ist Zeit in den Norden zu gehen habe ich beschlossen. Schluss mit dem faulen Leben in Mendoza. Und schon gings los. 24 Stunden Bus und ich bin in einer anderen Welt angekommen, in Hornaditas. Hornaditas sind ein paar Häuser, circa 40 Familien, 17 km nördlich vom Dorf Humahuaca, in der Provinz Jujuy, nicht mehr weit von der Grenze zu Bolivien. Der Übergang zu Bolivien ist hier fließend. Man spricht zwar noch den argentinischen Dialekt, aber ansonsten erinnert nicht mehr viel an Argentinien. Hier oben auf 3200m gibt es keine Asados mit viel Rindfleisch sondern ziemlich viel vegetarische Kost, hauptsächlich mit Mais. Ich wohne hier mit Clara und Hector, sowie ihren zwei Töchtern Gaby und Carolina. Das Haus aus Lehmziegeln ist einfach, es gibt kein Warmwasser, keine Dusche, kein Internet, nicht mal Handyempfang. Doch das macht aber gar nichts. Die Landschaft ist einzigartig, die Menschen sind super nett und die Kinder helfen überall mit, am liebsten bei den Ziegen. Tagsüber wird Brot gebacken, Käse und Marmelade hergestellt und sämtliche Speisen auf Maisbasis zubereitet. Und alles wird von Hand gemacht. Mittlerweile bin ich schon recht professionell im Ziegen melken. Besonders die Ziege mit dem Rieseneuter ist cool, da kommt echt viel Milch raus. Die Familie versucht uralte Traditionen zu erhalten und lebt auf Böden, welche schon von den ur-ur-ur-Großeltern bewirtschaftet wurden.

Hier hat alles seine Geschichte, wie auch der 300 jährige Kaktus neben dem Dorfplatz, den sie liebevoll Abuelacardon, also Omakaktus nennen.
 Außerdem zeigen sie gerne die Sehenswürdigkeiten ihrer Region. So haben wir schon einige uralte Inkamalereien besichtigt. Der Höhepunkt war allerdings die Landschaft bei den Inka-Höhlen. Hectors Opa hat hier in der Nähe gelebt, und somit betrachtet Hector dies als sein Land. Morgens um halb sieben vor Sonnenaufgang haben wir den Bus genommen, welcher uns in die Nähe der Höhlen gebracht hat. Bevor wir die Landschaft betraten haben wir zu Mutter Erde gebetet, für den Reichtum der Natur gedankt und Alkohol über Kokabätter geträufelt. Danach haben wir auch Kokablätter gekaut - gegen Kopfschmerzen, welche beim Wandern auf dieser Hohe schnell auftreten. Die Landschaft die uns danach erwartet hat, war einfach nur Atemberaubend. Das Massiv aus roten Sandsteinfelsen scheint wie von einer andern Welt. Und dazu haben wir die ganze Zeit Kaktusfrüchte gegessen. Mal wieder einfach nur ein perfekter Tag. 
An einen anderen Tag war ich mit anderen Gästen aus Buenos Aires in Iruya, einem Dorf hinter einem 4000m hohen Pass am Ende der Welt. Von Iruya gibt es nur eine Straße in eine Richtung. Umgeben von Felswänden in allen Farben ist auch dies ein ganz außergewöhnlicher Ort. Und die Busfahrt zu Jenem sowieso - atemberaubend, zum Einen wegen der schönen Landschaft und zum Anderen wegen dem Fahrstil des Busfahrers.

Clarita und Hector wollen mich kaum mehr gehen lassen, nachdem sie in mir eine gute Hilfskraft entdeckt hatten. Doch es geht weiter, und so weiter...

Mittwoch, 14. März 2012

Mendoza

Mendoza ist eine Stadt, in der man locker ein paar gemütliche Tage verbringen kann. Nach meiner Ankunft um 5 uhr morgens habe ich mit dem Hostel einem absoluten Glücksgriff gelandet. Eine kleine Oase mit Palmen, Pool, Hängematte und Riesen-Grill. Die einzige Aktivität die mich aus dem Hostel locken könnte war eine Tour mit Fahrrädern zu verschiedenen Weingütern im Umland. Schließlich kommt mindestens jeder zweite argentinische Wein aus Mendoza. Dort habe ich mit Helen und Markos alles probiert; von ganz jungen bis hin zu richtig guten, gereiften Rotweinen. Und die verschiedenen Weingüter liegen praktischerweise alle nur wenige Minuten voneinander entfernt. Spätestens nach dem Absynth zum Abschluss des Tages in der Chocolateria waren wir alle recht fröhlich und haben zurück in der Stadt auch nicht gleich unser Hostel gefunden.
Ansonsten gibt es von Mendoza nicht viel zu berichten, außer dass mir eine Oma-Enkel-Gang vermutlich meine Kohle anziehen wollte. Manchmal darf man einfach nicht zu freundlich sein. Die eine Alte wollte mir unbedingt ein Geheimnis verraten (keine Ahnung welches), hat mir Glück in der Liebe versprochen, hat mit Blätter geschenkt und wollte dann unbedingt ihr Kruzifix mit meinem Geldschein streicheln. Als sie dann anfing meine Beine ebenfalls zu "säubern" und an meinem Geldbeutel weiter"putzen"wollte ging mir der Spaß zu weit. Ich hab ihrem Daumen kaum mehr aus dem Geldbeutel raus bekommen. Und der Rest der "Gang" hat schließlich schon gelauert. So weit so gut, obacht geben!

Sonntag, 11. März 2012

Santiago und Valparaíso

Kaum war ich im heißen Santiago angekommen, brachte ich mein Gepäck ins Hostel und mache mich auf den Weg den Cerro San Cristobal zu erklimmen. Mit einem kleinen Bähnchen, etwas größer als die Polybahn, fährt man auf diesen kleinen Berg, welcher anscheinend der größte Stadtpark der Welt ist und mitten in der Stadt liegt. Von oben konnte ich mir ein Bild von Santiago machen, wie hier 6,5 Millionen Menschen von Bergen eingekesselt leben. Santiago ist sicherlich die am meisten westlich orientierte Stadt Südamerikas. In den Parks wimmelt es nur so von Joggern und Stadt-Mountainbikern, Allee ist sehr sauber und auch die Metro ist im Vergleich zu Buenos Aires oder Paris viel sauberer und sicherer. Kaum war ich oben angekommen ruft jemand hinter mir meinen Namen. Und da steht Darío, einer der 3 Chilenen, mit denen Hanna und ich schon in Cochamó wandern waren. Unfassbar, kaum angenommen läuft mir genau einer der 3 Menschen die ich in Santiago kenne über den Weg. Hier wohnen ja nur 6,5 Millionen Andere.
So habe ich nur einen Nacht im Hostel geschlafen und mich danach bei Darío und seiner Mutter einquartiert. Die 2 sind super nett und haben ein hübsches Häuschen mit einem Garten. Und in Santiago kann man den Garten perfekt nutzen um bis spät in der Nacht zu grillen. Außerdem waren wir 2 mal bouldern.
Von dort aus habe ich mich nach Valparaíso begeben, der kulturellen Hauptstadt, wie zumindest die Einwohner von Valpo sagen. Von Santiago ist Valparaíso in nur 1,5 Stunden Richtung Meer zu erreichen. Die alle Hafenstadt war vor der Öffnung des Panamakanals bis 1912 der wichtigste Hafen Südamerikas zwischen Kalifornien und Europa. Viele Leute mit Geld haben sich in der Hochzeit der Stadt dort niedergelassen. Heute ist das nur noch an der Architektur ehemals wichtiger Gebäude und schöner Stadtresidenzen zu erkennen. Leider sind einige Gebäude recht heruntergekommen, weil das Geld fehlt, doch auch dass macht den Charme Valparaísos aus. Vom Hafen gingen einst knapp 30 Bähnchen zu dem schönen Vierteln auf dürre Hügel hoch. Heute sind  nur noch 3 in Betrieb. Oben auf den Hügeln kleben hübsche Häuschen in allen Farben. Hinzu kommen die vielen Wandmalereien, die diesem Ort so eine gemütliche Atmosphäre verleihen. Und auch das Nachtleben, ist absolut empfehlenswert mit vielen Bars, live Musik und jeder Menge Terremoto, einem Wein, Pisco, Zitroneneis Mischgetränk.
Zurück in Santiago habe ich noch mal bei Darío übernachtet. Und auf 2 lange Nächte in Valpo folgte eine Dritte in Daríos Garten mit seinen Freunden und richtig vielen Grillwürstchen.
Jetzt fahre ich über die Anden nach Mendoza, ein letztes Mal nach Argentinien. Genau genommen stehen wir allerdings gerade. Aufgrund starker Regenfälle hat  eine Gerölllawine die Straße unter sich begraben und zeitweise unpassierbar gemacht. Insgesamt hat sich die Reisezeit von 7 Stunden auf knapp 16 Stunden mehr als verdoppelt.

Sonntag, 4. März 2012

La Araucania - Villarica und Melipeuco

Nach unserer Zeit im Seegebiet hat es uns nördlich gezogen, mit der Hoffnung stabilere Wetterverhältnisse vorzufinden. Also haben wir und in den Bus nach Villarica gesetzt. Doch leider ging der Plan nicht ganz auf. DIE Sehenswürdigkeit, der Vulkan Villarica, hat sich in unseren 4 Tagen Aufenthalt nicht einmal gezeigt. Dementsprechend konnten wir ihn auch nicht besteigen. Allerdings haben wir uns im gemütlichen Hostel Torre Suiza einquartiert. Hier hieß sogar der Hund Röschti ;-)  Vom sehr touristischen Städtchen Pucon aus, welches nur 30 Minuten von Villarica entfernt liegt gibt es so ziemlich jede Outdoor-Aktivität die man sich vorstellen kann. Wir (genauer gesagt ich) haben uns für  Wildwasser Rafting entschieden. Endlich war der Regen der letzten Tage von Vorteil. Der Fluss führte so viel Wasser, dass man gerade noch Raften konnte, mehr wäre zu viel gewesen. Perfekt! Und sogar Hanna hat nach anfänglichen Sorgen richtig Spaß gehabt. Am folgenden Tag haben wir uns in den Thermen erholt. Man konnte zwischen unterschiedlich temperierten, natürlich erwähnten Becken, bis zu 45° wählen.
Nach den ganzen Touristentrubel  haben wir etwas ruhigeres gesucht und gefunden. Der Parque National Conguillio östlich von Temuco. Dieser ist berühmt für seine Araucarien, sehr besondere Bäume, die nur in dieser Region natürlich vorkommen. Wir haben uns für den ruhigen, südlichen Zugang zum Park entschieden, vom Dorf Melipeuco. Hier ist es so ruhig, dass die Unterkunft und der Transfer zum Park vorher nicht planbar waren. Außerdem war hier aller teuer als gedacht, obwohl es nicht viele Touristen hat. Zuerst wurden wir zu einer Cabaña mitten im nirgendwo gefahren. Von dort aus waren wir die nächsten Tage zu Fuß kaum weggekommen, bis zum Park wäre es auch kaum möglich gewesen an einem Tag hin und zurück zu laufen. Damit waren wir noch einverstanden gewesen. Allerdings war die Hütte sehr heruntergekommen. Wir mussten Pedro darum bitten uns zurück zu fahren. Allerdings konnten wir noch bei anderen Cabañas anhalten. Und hier hat es uns sofort gefallen. Wenn auch nicht günstig, haben wir die folgenden 3 Nächte in der Cabaña von Pedro und Patricia geschlafen. Sie wohnen neben an und produzieren alles, was sie so zum Leben brauchen selbst. Dementsprechend liefen auch die ganze Zeit Hühner, Schweine (mit Ferkeln), Hunde und 4 Babykatzen um unsere Hütte. Wir wurden zum Once (Mate und selbstgemachte Snacks) eingeladen und haben auch an letzten Tag gemeinsam das selbstgebackene Brot gefrühstückt. Die Gastfreundschaft war wunderbar, wenn auch die Gespräche teils schwer waren, da die Beiden absolut kein englisch sprechen. Nachts haben wir mit unserem Kamin geheizt. Wir wurden beide eingeladen zurückzukommen und bei ihnen im Haus zu wohnen. Pedro meint, ich sollte doch ein Praktikum im Park machen...
Außerdem war die vulkanische Landschaft keine 100 Meter entfernt, da die Cabaña die letzte vor dem Parkeingang ist. Der Park rund um den Vulkan Llaima bietet eine teils mondähnliche Landschaft sowie die besagten Araucanienwälder, welche laut Hanna aussehen wie die Wälder im Film Avatar. Auch die Laguna Arcoiris ist eine Besonderheit des Parks. Ich habe in meinem Leben noch nie so kristallklares Wasser gesehen. Alles in allem hat es uns hier sehr gut gefallen, sodass der Abschied schwer fiel. Als wie an der Bushaltestelle auf unseren Bus nach Temuco gewartet haben hielt einfach ein Auto an und fragte ob wir nach Temuco müssen. Daraufhin sind wir mit Erwin zurück in die Stadt gefahren. Da die Chilenen ein sehr gutes Bild von Europa und insbesondere Deutschland haben ist man hier immer willkommen.
In Temuco musste ich mich dann von Hanna verabschieden. Sie wurde von ihrer Gastfamilie abgeholt und für mich ging es mit dem Nachtbus weiter nach Santiago. Eine gemütliche und schöne Zeit des gemeinsamen Reisens ist nun vorbei. Der Abschied fiel jedoch schwer, da wir uns nun bis Juli nicht mehr sehen werden. Hanna macht jetzt ihr Praktikum an der deutschen Schule und ich sehe mal, was dieser Kontinent noch so zu bieten hat...