Dienstag, 31. Januar 2012

Bienvenido Patagonia y Chile

Chile - eine andere Währung, ein anderer Dialekt und etwas teurere Autos auf den Straßen. Und der schlechteste Café den ich je getrunken habe. Nachdem das Hostel meiner Wahl voll war verließ ich mich auf einen Tipp. Und gleich mal ein Reinfall. Die einzige positive Eigenschaft des Hostels war der Preis. Ansonsten ein heruntergekommener Schuppen. Also am nächsten Morgen erstmal Hostel wechseln. Im nächsten Hostel angekommen wurde mir vom etwas durchgeknallten aber netten  Miguel ein Frühstück serviert. Von hier aus konnte ich meine Reise weiterplanen. Ein paar Stunden später, nach Einkauf in der zollfreien Zona Franca, war ich viele tausende chilenische Pesos ärmer und mit Zelt, Schlafsack, Isomatte und Campingkocher um einige Kilo reicher. Im Hostel lernte ich Lise aus Bremen kennen. Nun stand dem Abenteuer nichts mehr im Wege. Mit Ausrüstung und Weggefährtin ging es am nächsten Tag nach Puerto Natales, dem Ausgangspunkt für den größten Nationalpark Chiles. Nach einer Nacht im bisher besten Hostel mit super Betten, und der "fast-Mama-ersatz-Chefin", welche uns selbstgebackenes Brot, selbstgemachte Marmelade und Rührei zum Frühstück servierte, ging es los in den Park. Hinter mir liegen 73km, unzählige Höhenmeter, viel Schweiß, unvergessliche Landschaften, zum anfassen nähe Gletscher und 3 Übernachtungen in meinem neuen Zelt. Die größte Herausforderung war, dass wir auf dem größten Teil unserer Wanderungen das ganze Gepäck mittragen mussten. Das waren mindestens 20 Kilo. Gottseidank kann man dort überall das Wasser direkt aus den Bächen trinken sodass wir keines mitnehmen mussten. Sehr eindrücklich ist hier auch dass Wetter. Innerhalb kürzester Zeit kann es alles geben. Von Sonnenschein, über Regen, Schnee bis zu Sturm. Wir hatten alles mehrmals außer Schnee. Auch die verbrannten Wälder mussten wir sehen. Ein Israeli versuchte im Dezember sein Klopapier zu verbrennen - daraufhin gingen tausende von Hektar in Brand auf. Er sitzt noch immer in Untersuchungshaft. Das was er durch eine kleine Unachtsamkeit angerichtet hat ist unvorstellbar. Dort wo es gebrannt hat ist nun alles schwarz und tot. Doch zum Glück heilt Zeit ja bekanntlich alle Wunden. Hier wird es einige Jahrzehnte dauern. Nun geht es nach einer erholsamen Nacht nach El Calafate und zum Gletscher Perito Moreno.



2 Kommentare:

  1. Hört sich alles echt geil an, aber seit wann bist du eigentlich so n Sprung-Bild-Hansel geworden? ;)

    AntwortenLöschen
  2. Hallo? Sprung-Bild-Hansele ist vielleicht neu, aber gesprungen bin ich schon immer gern. Markus und ich waren früher schließlich Hochsprung-Könige!

    AntwortenLöschen