Nun war ich auch mal mit Hanna richtig toll wandern, und zwar in Cochamó. Hier gibt es zwar im Vergleich zu früher, als es noch keinen Schotterweg, sondern nur das Boot gab, viele Touristen - aber immer noch wenige. Und unsere Gastgeberin Gladys unten im Dorf hat uns gleich nach der Ankunft ein 3 Gänge Menue gekocht. Natürlich mit Lachs aus den Fjord vor der Haustür. Danach gings mit gefüllten Magen ins Bett um für die Wanderung Kraft zu tanken. Der Weg wurde früher über hunderte von Jahren genutzt um Lachs von Chile nach Argentinien, und im Gegenzug Rindfleisch von Argentinien nach Chile über die Berge zu transportieren. Aufgrund des vielen Regens gibt es hier viel feuchtere Wälder als auf der Ostseite der Anden. Unten sind wir in einer Art kühlem Regenwald gestartet. Dementsprechend tief eingelaufen und schlammig war der Aufstieg zum Refugio. Doch auch Hanna hat sich gut geschlagen. Oben angekommen waren wir in einem super schönen Refugio mit extrem netten Gastgebern, Gästen und feinem Frühstück. Die Wanderung am folgenden Tag erforderte viel Geschick und war mehr Klettern als Wandern. Hier kam Hanna an ihre Grenzen, hat sich aber tapfer geschlagen und wurde mit einem unglaublichen Panorama belohnt. Auch die drei sympathischen Chilenen, mit denen wir unterwegs waren, hatten teilweise Mühe mit dem Aufstieg, aber mindestens genau so viel Spaß. Außerdem haben sie uns spanisch gelehrt und wie ihnen etwas deutsch.
Als wir heute wieder ins Dorf zurück gekehrt sind, hat uns Gladys mit Lammkeule begrüßt. Perfekt! Alles in Allem kann Cochamó locker mit Torres del Paine mithalten. Mir hat es sogar fast besser gefallen, weil hier ein sehr nachhaltiger, kaum spürbarer Tourismus betrieben wird. Alles fühlt sich echt an. Doch genau das ist schließlich das Dilemma. Je außergewöhnlicher der Ort, desto mehr Wanderer und Kletterer zieht er an und desto mehr Charme verliert er dadurch. Doch auch die Bewohner von Cochamó wollen ihr Dorf in der jetzigen Form erhalten und haben sich bereits gegen eine geteerte Straße erfolgreich gewehrt. Bleibt zu hoffen, das sie es noch lange schaffen. Und jetzt kehren wir gerade zurück ins ewig verregnete Puerto Varas, zurück zur Zivilisation, zurück zum Internet, um die nächsten Tage zu planen.

Als wir heute wieder ins Dorf zurück gekehrt sind, hat uns Gladys mit Lammkeule begrüßt. Perfekt! Alles in Allem kann Cochamó locker mit Torres del Paine mithalten. Mir hat es sogar fast besser gefallen, weil hier ein sehr nachhaltiger, kaum spürbarer Tourismus betrieben wird. Alles fühlt sich echt an. Doch genau das ist schließlich das Dilemma. Je außergewöhnlicher der Ort, desto mehr Wanderer und Kletterer zieht er an und desto mehr Charme verliert er dadurch. Doch auch die Bewohner von Cochamó wollen ihr Dorf in der jetzigen Form erhalten und haben sich bereits gegen eine geteerte Straße erfolgreich gewehrt. Bleibt zu hoffen, das sie es noch lange schaffen. Und jetzt kehren wir gerade zurück ins ewig verregnete Puerto Varas, zurück zur Zivilisation, zurück zum Internet, um die nächsten Tage zu planen.