Mittwoch, 15. Februar 2012

Gemäßigtes Klima: El Bolson und Bariloche

Die lange Busfahrt hat sich gelohnt. Die patagonische Steppe habe ich hinter mir gelassen und gegen el Bolson eingetauscht. Das Städtchen liegt klimatisch sehr angenehm. Hier gibt es sämtliche Früchte, dir es auch bei uns gibt uns noch viele mehr, von denen ich noch nie etwas gehört habe.Und im Hostal gab es immer ein paar Pflaumen, die man sich nehmen konnte. Und daraus machen die Leute hier ein 1a Eis, das mit sämtlichem italienischem Eis mithalten kann. Bekannt ist el Bolson auch als Hippie Stadt. Es herrscht eine angenehme, entspannte Atmosphäre, man hat hier viel Zeit. Auf dem Markt findet man lauter handgemachte Assesoirs und auch Monster Schnitzel-Brötchen. Das Schnitzel auf den Brötchen war riesig, mindestens 40cm lang. Perfekt! Und auch für das selbstgebraute Bier ist el Bolson bekannt. Hier ist alles  artesenal.
Neben den ganzen Schlemmereien bot es sich auch an mal wieder trekken zu gehen. Ich hatte nur eine Übernachtung im  Refugio Hielo Azul in den Bergen aber dafür war das Wandern um so anstrengender. 1000 Meter Höhenunterschied zum Refugio und am nächsten morgen  nochmal 400m hoch zum Gletscher. Nach dem gesamten Abstieg taten mir die Füße dann ganz gut weh. Dafür habe ich mich mit einem Bad im Rio Azul belohnt. Alles in Allem ist el Bolson ein super Ort um das Leben zu genießen.
Jetzt sitze ich im Garten von meinem Hostal in Bariloche. Die letzten Tage habe ich hier mit Violeta aus Ushuaia verbracht. Und jetzt weiß ich, das es in Bariloche einige Bars und Clubs gibt. Doch eigentlich ist Bariloche als DAS Wintersport Paradies von Argentinien bekannt. Naja, schlechtes Timing.  Und ehemalige SS-Männer haben sich hier wohl nach dem Zweiten Weltkrieg hin geflüchtet. Ein weniger schönes Kapitel. Hier Herr sind so viele Deutsche und Schweizer ausgewandert, das die Argentinier glauben, dass Bariloche wie die Schweiz aussieht. Tut es natürlich nicht. Dafür artet dann die angeblich typische schweizerische Baukunst oftmals etwas aus. Es gibt viele Häuser mit allen Kantonswappen, und das Schweizer Kreuz sieht man auch häufig. Auch hier gibt es natürlich einen Nationalpark. Das kristallklare Wasser ist allerdings noch immer getrübt. Seit dem Vulkanausbruch vor über einem Jahr ist die ganze Landschaft je nach Windrichtung in einen Aschenebel gehüllt. Und es gibt gar Argentinier, die den Chilenen die Schuld dafür geben. Schließlich ist der Vulkan in Chile;-)



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