Montag, 20. Februar 2012

Volví a chile con Hanna

Die Zeit des alleinigen Reisens legt nun eine Pause ein. Letzten Mittwoch habe ich mich in Puerto Varas, DER deutschen Kolonie, mit Hanna getroffen. Als ich ins Städtchen gelaufen bin, hat mich erstmal in großen,  altdeutschen Lettern der "deutsche Verein" begrüßt. Die besseren Kneipen werben mit "Kunstmann - das gute Bier" und eine Spezialität der Region ist Kuchen. Leider war das Wetter dort auch sehr deutsch, oder gar friesisch - eindeutig zu viel Regen.
Darum haben wir gedacht, dass wir mal Richtung Süden auf Chiloé gehen, der Insel, auf der es ständig regnet. Doch Gott hat es mit uns auf dieser streng katholischen Insel gut gemeint. Wie hatten richtig Glück mit dem Wetter. Und außerdem war in der Hauptstadt, in Castro, gerade Festival. So habe ich meine erste Fasnacht außerhalb von Konstanz auf dem Volksfest auf Chiloé verbracht. Das ist so wie bei uns vielleicht das Weinfest. Nur viel größer. Und es gibt jede Menge gegrilltes Lamm, Empanadas und Muscheln. Was es eben so auf und um die Insel herum essbares gibt. Und vieeeel Wein. Dementsprechend betrunken waren unsere Mitfahrer im Bus auf der Rückfahrt. Naja, eben wie nach den Weinfest. Nur anders.
Gewohnt haben wir dort  in einem Palafito, einem Haus auf Pfahlbauten. Es gab sogar ein leichtes Erdbeben, bei dem die Pfahlbauten leicht geschwankt haben. Doch die Holzbein hier halten so einiges aus. So auch die Holzkirche im Zentrum welche zu recht UNESCO Weltkulturerbe ist.
Danach waren wie noch im Norden der Insel in einem Hostel mit einer sehr speziellen Gastgeberin, welche geradezu entzückt war über ihre gringo Gäste aus Deutschland, dem gringito loco, simpático und der großen gringa bandida mit der schmalen Taille. Wir wurden zum Frühstück sogar in die private Stube eingeladen, konnten es aber nicht so richtig genießen, weil die Dame doch schon recht durchgeknallt und geschwätzig war. Dafür konnte sie uns sagen wie wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Strand mit den Pinguinen kommen. Von dort aus haben uns "Fischer" auf eine kleine Rundfahrt mitgenommen. Aber auch hier hat der Tourismus schon Einzug gehalten. Vermutlich gehen die Fischer an diesem Stand nur noch Touristen fischen. Trotzdem - die Landschaft ist wunderbar. Irgendwas zwischen Neuseeland und Irland. Oder so, wie ich es mir dort vorstelle.

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