Freitag, 8. Juni 2012

Karibik - Sonne, Palmen, Strand und Meer

Schon seit Anfang meiner Reise hätte ich diesen Wunsch in meinen Kopf. Karibik. Kokosnüsse und Rum unter Palmen. Und jeden Tag baden. So hat es mich zuerst nach Taganga verschlagen. Einst ein kleines Fischerdörfchen, hat sich hier der Tourismus in den letzten Jahren breit gemacht, auch mit seinen hässlichen Seiten wie Müllbergen und Taschendieben. Doch trotzdem ist Taganga immer noch ein super Ort um ein paar Tage abzuhängen - abends immer mit einer gewissen Vorsicht. Eigentlich wolle ich dort nur einen Tauchschein machen und bin im Endeffekt eine Woche dort geblieben. Das Leben in der Karibik ist einfach zu unbeschwert. Die Tage vergehen, ohne, dass man etwas davon bemerkt. Apropos Tauchschein - ich darf nun auf der ganzen Welt auf bis zu 18m tauchen. PADI open water diver! Und das ganze in nur 3 Tagen. Es war übrigens gar nicht so leicht die Theorie ernsthaft zu lernen. Schließlich gibt es immer was anderes zu tun. Baden, in der Hängematte liegen, Fruchtcocktails schlürfen usw...
Der Hauptteil des Kurses waren natürlich die Tauchgänge. Dieses Gefühl der Schwerelosigkeit, umgeben von Fischen in allen Farben ist unglaublich. Insbesondere Meeresströmungen sind unter Wasser eine super Sache. Man treibt, ohne sich anstrengen zu müssen, entspannt in der Strömung am Riff entlang.

Zwischendurch war ich noch in Minca, einem kleinen Dörfchen im Küstengebirge. Wir mussten einfach mal der Hitze für einen Tag entfliehen. Wieder mal ein richtig schöner Ort mit Wasserfällen und gutem Kaffee. Die Fahrt zum auf 600m gelegenen Dörfchen war aufgrund der Kombination Müllauto und Müllstrasse mal wieder recht abenteuerlich. Aber daran habe ich mich ja mittlerweile gewöhnt. Trotzdem, hier an der Karibikküste ist der Verkehr besonders chaotisch. Tausende Kleintransporter werden mit viel zu vielen kleinen Sitzen vollgestopft und fahren hupend und viel zu schnell durch schlecht asphaltierte Straßen...

Danach war ich am Costeño beach. Wahrscheinlich hört es sich schon nervig an - aber auch dieses ist ein wunderbarer Ort mit kleinen Hütten und vielen Hängematten unter Palmen am weißen Strand. Kokosnüsse tagsüber und Kokosmilch mit Rum am Lagerfeuer nach Sonnenuntergang. Eigentlich ist es ein Surfcamp, doch aufgrund der großen Wellen und der Strömung nur für gute Surfer geeignet. So war es eher ein Volleyballcamp. Genau so stelle ich mir das Paradies vor. Am besten mit etwas kühleren Nächten, dass man besser schlafen kann und ohne Moskitos.
 Hier wäre ich gerne noch länger geblieben. Jedoch hat mich vorgestern ein schweres Fieber, begleitet von Schweiß, Kopf- und Rückenschmerzen ermattet. So habe ich es vorgezogen mich nach Santa Marta zu quälen und ins Krankenhaus zu gehen. Hier kursieren genug schlimme Krankheiten, die man wirklich nicht in fortgeschrittenem Stadium haben möchte. Der Doktor meinte ich habe jedoch nur eine schwere Grippe. (Wenn ich ihn korrekt verstanden habe, er hat ganz schön schnell in seinen imaginären Bart genuschelt) Und dann hat mir eine Spritze mit gelblicher Flüssigkeit in den Hintern injiziert. Nun heißt es abwarten...

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