Donnerstag, 29. März 2012

San Pedro de Atacama bis Bolivien

Im Norden trennen Argentinien und Chile gigantische Berge und Vulkane. Für die 300 km von Jujuy hat der Bus knapp 10 Stunden gebraucht. Das Warten, bis die Zöllner ihre Mittagspause beendet hatten mit eingerechnet. San Pedro de Atacama liegt inmitten der trockensten Wüste der Welt, der Atacamawüste. Eine kleine, touristische Oase, nahe diverser Observatorien. 

Ein Tag Sandboarding im Death Valley, fantastisch! Es fühlt sich an, als würde man durch recht warmen Tiefschnee boarden - aber der Sand ist immer gleich gut, egal wie oft man an der gleichen Stelle runter fährt.
Man sehen... 

Der anschließende Sonnenuntergang und Pisco sour im Valle de Luna, dem anscheinend wirklich trockensten Ort der Welt war auch einfach nur super. Weil es an besagtem Ort vor knapp einem Monat geregnet hat, ist Salz durch Osmose an die Oberfläche aufgestiegen, so dass es aussieht, als sei das Tal von einer angefrorenen Schneeschicht bedeckt.

An folgenden Tag war mir ganz klar was ich mache. Laguna Ceja. Eine an sich unspektakulär gelegene Laune, welche aber einen höheren Salzgehalt als das Tote Meer hat. Das Gefühl im Wasser zu schweben ist einfach unglaublich. Absolut gechillt! Danach ist der ganze Körper von einer kratzenden Salzschicht überzogen, aber das nimmt man gerne in kauf.

Ein weiterer Höhepunkt meiner Reise war die 3 tägige Jeeptour durch die über 4000m hoch gelegene Wüste nach Uyuni, Bolivien. Am ersten Tag haben wir Laguna blanca, Laguna Verde und Laguna Colorado besichtigt. Und die Namen halten, was sie versprechen. Inklusive Flamingos, ausser Laguna Verde, welche vom Arsenoxid grün gefärbt wird. Auch die Rauchschlote auf knapp 5000m waren durchaus sehenswert und mit 99°C heißen Gasen angenehm wärmend. Auch, wenn sie schwer nach faulen Eiern gerochen haben.
Nach der kalten Übernachtung auf 4300m hatte der zweite Tag hatte nochmals einige Lagunen und das Valle de la Roca mit dem "Condor" zu bieten.
Am dritten Tag besichtigen wir den Zugfriedhof von Uyuni. Hier ruhen seit 90 Jahren die ersten Dampflokomotiven Boliviens, mit denen einst die Mineralien nach Chile transportiert wurden. Das Spiel ist noch heute das gleiche. Ausländische Firmen exportieren die Bodenschätze aus Bolivien und somit bleibt auch der Großteil des Geldes im Ausland. Somit ist das an Bodenschätzen reichste Land Südamerikas zugleich eines der ärmsten Länder.



Unweit von Uyuni befindet sich der Salzsee von Uyuni, Salar de Uyuni. Bedeckt von einer 30 cm dicken Salzschicht fühlt man sich wir auf einem endlos großen zugefrorenen See. Dieser Ort erlaubt es mit der Perspektive zu spielen. Mit genügend Fantasie kommen hier die verzuckerten Fotos zustande.

Abgesehen vom extreme fun Pub hat das 12000 Einwohner große Uyuni nicht viel zu bieten. Dafür gibt's ein Lamasteak mit Beilagen und einem Bier für rund 4€. Hunter, ein Kanadier mit dem ich auf der Jeeptour war hat dann noch versucht bei der extreme fun challenge im extreme fun Pub den Rekord zu brechen. 1,2 Liter verschiedener hochprozentiger Getränke aus 10 teils sehr außergewöhnlichen Gläsern in weniger als 36 Sekunden. Mit 52 Sekunden hat der sich tapfer geschlagen hatte zumindest kurz danach ziemlich viel Spaß und wurde mit einem anständigen Kater am nächsten morgen belohnt.

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